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Makuladegeneration: Vorsorge & Behandlung

Die „Macula“ – Macula lutea, gelber Fleck – ist ein kleiner, aber bedeutender Teil der Netzhaut. Zwar ist der gelbe Fleck im Durchmesser nur etwa 3 bis 5 Millimeter groß, doch er ist maßgeblich für die Farbwahrnehmung und das scharfe Sehen verantwortlich. Dementsprechend wichtig ist eine gesunde Makula für eine gute Sehfunktion.

Warum Makula Vorsorge?

Die Makuladegeneration kann zu wesentlichen Einschränkungen der Sehqualität führen. Leider können zerstörte Sehzellen nicht mehr ersetzt werden, das heißt, die durch die Makuladegeneration verloren gegangene Sehkraft kann nicht wieder hergestellt werden. Deswegen gilt ebenso wie beim Glaukom und dem Grauen Star: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung der Makuladegeneration.

Früherkennung und Untersuchung der Makuladegeneration

Grundsätzlich empfiehlt sich für Menschen ab dem 50. Lebensjahr – spätestens ab dem 60. Lebensjahr – eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Mit verschiedenen Untersuchungsmethoden kann der Augenarzt krankhafte Veränderungen der Makula diagnostizieren, noch bevor der Patient überhaupt Sehbeeinträchtigungen bemerkt. Besonders bei der feuchten Makuladegeneration ist eine Früherkennung von großer Bedeutung, da sich die Sehleistung bei dieser Form sehr schnell verschlechtern kann.

Zu den gängigsten Untersuchungsmethoden gehört der Amsler-Gitter Test, eine Untersuchung des Augenhintergrundes (Opthalmoskopie), die Farbstoff-Untersuchung (Fluoreszenzangiographie) und die Optische Kohärenztomografie (OCT).

Makula Behandlung

Für die trockene Form der Erkrankung existiert bislang noch keine wirksame Makula-Behandlung, allerdings verläuft die Krankheit auch weniger aggressiv und langsamer als die feuchte AMD. Hingegen gibt es für die feuchte altersbedingte Makuladegeneration mehrere Therapiemöglichkeiten, mit denen der Progress der Krankheit stark verlangsamt werden kann.

Gern beraten wir Sie persönlich dazu und helfen Ihnen bei der Früherkennung und Behandlung der Makuladegeneration.

Augenarzt in München Dr. Maschauer: Kontakt

Wir helfen Ihnen gern bei der Früherkennung oder Therapie der Makula-Erkrankung. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin.

FAQ: Fragen rund um die Makuladegeneration

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Makuladegeneration?
Wer bekommt AMD?
Was begünstigt eine Makuladegeneration?
Wie beginnt eine Makula-Erkrankung?
Wie macht sich eine Makula bemerkbar?
Was ist eine trockene Makuladegeneration?
Was ist eine feuchte Makuladegeneration?
Unterschied zwischen feuchter und trockener AMD?
Ist eine Makuladegeneration heilbar?
Kontakt: Ihr Augenarzt in München: Dr. Maschauer

Was ist eine Makuladegeneration?

Der Begriff Makuladegeneration vereint mehrere Erkrankungen, bei denen die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges – an der Makula – angegriffen wird. Infolge der Augenkrankheit kommt es zu einer Netzhautschädigung an der Stelle des schärfsten Sehens. Je nach Art und Intensität kann es neben nachlassender Sehschärfe hier auch zu einer Sehbehinderung oder Erblindung kommen.
Besonders in Industrienationen ist die Makuladegeneration mit die häufigste Erblindungsursache bei Menschen über 60 Jahren, allerdings bleibt auch bei schweren Verläufen das periphere Sehen erhalten. Zu der verbreitetsten Form dieser Erkrankung zählt die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Weltweit gibt es etwa 30–50
Millionen AMD-Patienten. Allein in Deutschland leiden rund 4 Millionen Menschen an einer AMD. Allerdings lässt sich eine Erblindung durch ein frühzeitiges Erkennen und eine konsequente kontinuierliche Behandlung verhindern oder wenigstens deutlich hinauszögern.

Wer bekommt AMD?

Der größte Risikofaktor für eine Makuladegeneration ist das Alter. Bereits ab dem 50. Lebensjahr besteht ein höheres Erkrankungsrisiko. Bei Personen unter 50 liegt das AMD-Risiko gerade einmal bei etwa 2 %, hingegen erkranken jenseits des 75. Lebensjahres über 30 % an einer altersbedingten Makuladegeneration. Auch das Geschlecht beeinflusst das Erkrankungsrisiko, denn Frauen erkranken häufiger als Männer. Weitere Risikofaktoren sind die Hautfarbe und die Augenfarbe. Hellhäutige Menschen und Menschen mit blauen Augen sind öfters betroffen als Menschen mit dunkel pigmentierter Regenbogenhaut. Darüber hinaus können genetische Faktoren eine altersbedingte Makuladegeneration begünstigen. Bei Angehörigen von AMD Patienten ist das Risiko bis zu 3fach höher.

Was begünstigt eine Makuladegeneration?

Neben den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gibt es aber auch eine Reihe von beeinflussbaren Risikofaktoren, die zu einer Makuladegeneration führen können. Dazu gehören:

  • Rauchen
  • Übergewicht und Fehlernährung
  • Entzündungsprozesse am Auge, beispielsweise durch Infektionskrankheiten
  • Belastung der Augen durch starkes Sonnenlicht und UV-Strahlung
  • Diabetes
  • Bluthochdruck

Wie beginnt eine Makula-Erkrankung?

Im Anfangsstadium bemerken Betroffene meist, dass beim Lesen Buchstaben verschwinden oder dass Linien, die an sich gerade sind, Verkrümmungen aufweisen. Im fortgeschrittenen Stadium ist das Fixieren und Lesen nicht mehr möglich. Stattdessen sieht man eine graue zentrale Zone. Auch generell ist das Sehen reduziert, weshalb Betroffene nicht mehr Auto fahren, Fernsehen oder Gesichter erkennen können.
Von dem fortschreitenden Sehverlust ist allerdings in der Regel nur das zentrale Gesichtsfeld betroffen, das periphere Gesichtsfeld bleibt meist erhalten. Durch die nicht betroffenen, um die Makula herum liegenden Netzhauthautareale ist deswegen zumindest noch eine Orientierung und in manchen Fällen sogar noch das Lesen möglich.

Wie macht sich eine Makula bemerkbar?

Typische Symptome der Makuladegeneration sind:

  • Verstärkte Blendempfindlichkeit und Störung der Adaptation an wechselndes Licht,
  • Kontrastempfinden nimmt ab,
  • Sehschärfe nimmt ab,
  • Farbwahrnehmung verschlechtert sich,
  • gerade Linien werden verzerrt oder wellig wahrgenommen,
  • verschwommenes Sehen,
  • grauer oder schwarzer Fleck in der Mitte des Blickfeldes und dadurch Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern oder beim Lesen.

Was ist eine trockene Makuladegeneration?

Etwa 80 – 90 % aller Patienten leiden an einer trockenen altersbedingten Makuladegeneration. Die trockene AMD entwickelt sich schleichend und Sehstörungen sind erst im fortgeschrittenen Stadium ausgeprägt. Ein charakteristisches Merkmal für die trockene AMD sind die sogenannten Drusen. Dabei handelt es sich um fettartige Ablagerungen, die sich zwischen der äußeren Schicht der Netzhaut und der Aderhaut ansammeln. Mit steigendem Alter nimmt die Anzahl und Größe der Drusen zu, wodurch darüber liegende Netzhautzellen in der Makula schlechter ernährt werden und zugrunde gehen. Zur Behandlung der trockenen Makuladegeneration gibt es aktuell noch keine gesicherte Therapie.

Was ist eine feuchte Makuladegeneration?

Die seltenere, aber wesentlich aggressivere feuchte Form der AMD (10 – 15 %) entwickelte sich aus der trockenen AMD. Bei der feuchten Makuladegeneration entstehen neue poröse Blutgefäße unter der Makula. Aus diesen undichten Blutgefäßen treten Blutzellen, Entzündungszellen und fetthaltige Flüssigkeiten aus, die sich in der Netzhaut ablagern. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der empfindlichen Nervenschicht der Netzhaut. Da die Gefäßwände dieser Blutgefäße viel dünner als normale Blutgefäße sind, können sie zudem sehr leicht platzen. Reißt eines dieser krankhaften Gefäße, besteht die Gefahr, dass die Einblutung in die Makula einen plötzlichen starken Sehverlust verursacht. Betroffene sehen dann von einem Moment auf den anderen erheblich schlechter.

Was ist der Unterschied zwischen feuchter und trockener AMD?

Obwohl die trockene Form ca. 80 % der Fälle ausmacht, sind nur 5 – 10 % der durch AMD verursachten Erblindungen auf diese Form zurückzuführen. Teilweise stagniert die Krankheit sogar für längere Zeit, sodass Betroffene für Monate keine Verschlechterung bemerken. Anders als bei der trockenen AMD, bei der schwerwiegendere Sehprobleme nur sehr selten auftreten, führt die feuchte AMD bei mehr als 80 % der Fälle zu schwerwiegenden Sehstörungen und einem irreversiblen Sehverlust.

Ist eine Makuladegeneration heilbar?

Wie bereits erwähnt, gibt es für die trockene Makuladegeneration bislang noch keine wirksame Therapie.
Für die feuchte altersabhängige Maculadegeneration stehen folgende Behandlungsmethoden zur Verfügung:

  • Lasertherapie zum Veröden der Gefäße
  • Photodynamische Therapie (PDT)
  • Spritzen bestimmter Medikamente (VEGF-Antagonisten) direkt in den Glaskörper des Auges
  • Chirurgische Verfahren
  • Nahrungsergänzung mit Vitaminen